Berufseinstiegsbegleitung vor dem Aus?

Veröffentlicht am 06.03.2019 in Pressemitteilungen

Martin Kaiser , Ralf Lauber, Ulla Pavelka und Rainer Stickelberger

Die Berufseinstiegsbegleitung unterstützt benachteiligte Schülerinnen und Schüler aus Gemeinschafts-, Werkreal- und Förderschulen beim Erreichen des Schulabschlusses, bei der Berufsorientierung und Berufswahl. Nun droht diesem erfolgreichen Hilfsangebot das Aus wegen ungesicherter Finanzierung. Der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger informierte sich umfassend bei der gemeinnützigen GmbH „Hilfe für Beruf und Leben“ (HBL) in Lörrach und sagte seine Unterstützung zu.

Die HBL ist ein regional tätiger unabhängiger Bildungsträger mit 50 Mitarbeitenden, der im Auftrag der Agentur für Arbeit Unterstützungsangebote für förderbedürftige Jugendliche in Schule und Ausbildung durchführt. 30 Mitarbeitende in der Berufseinstiegsbegleitung an 14 Schulen in den Landkreisen Lörrach und Waldshut eingesetzt, um fast 500 Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in eine Ausbildung zu unterstützen.

Um den schwierigen Übergang von der Schule in die Ausbildung zu schaffen, beginnt die Betreuung durch die Berufseinstiegsbegleitung bereits in der 8. Klasse und endet nach maximal vier Jahren. Dabei kann die HBL auf ein breites und gutes Netzwerk zurückgreifen, bestätigen Ralf Lauber (Geschäftsleiter), Ulla Pavelka (Koordinatorin der Berufseinstiegsbegleitung in Lörrach) und Martin Kaiser (Geschäftsstellenleiter Lörrach) dem Abgeordneten.

Der Fortbestand dieses seit 10 Jahren bestehenden und erfolgreichen Angebots droht nun jedoch an der Finanzierungsfrage zu scheitern. Erst zum Jahresende wurde die HBL informiert, dass die 50-prozentige Förderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds ab 2020 auslaufen wird. Schon im kommenden Schuljahr wird die HBL daher keine neuen Schüler mehr aufnehmen können. Während Bayern und Sachsen bereits zugesagt haben, die nötige Kofinanzierung zu übernehmen, hat das Land Baden-Württemberg ohne Begründung abgesagt. Damit fehlen pro Jahr 225.000 Euro für die Forstsetzung der Berufseinstiegsbegleitung in den beiden Landkreisen.

Die Absage des Landes trifft bei Stickelberger auf kein Verständnis. „Von dieser Maßnahme profitieren doch alle: die Schülerinnen und Schüler, die Betriebe, die dringend nach Fachkräften suchen, und auch die Gesellschaft, der es ein Anliegen sein muss, auch Jugendlichen mit Problemen eine Perspektive zu geben statt im schlimmsten Fall Sozialleistungsempfänger zu produzieren“. Da der Bedarf an Berufseinstiegsbegleitung zudem noch durch die Migration steige, müsse man sich der Bedeutung dieser Aufgabe bewusst sein, betont Stickelberger. Er wird sich daher im Landtag wie auf Kreisebene für den Fortbestand dieser Maßnahme einsetzen.

 
 

Suchen

Vor Ort

Alle Termine öffnen.

19.03.2019, 14:00 Uhr Fraktionssitzung

20.03.2019, 09:00 Uhr Plenarsitzung

22.03.2019, 09:30 Uhr Kommission "Verkehr, Raumordnung, Katastrophenhilfe" des Oberrheinrats

Alle Termine

Facebook

Newsletter

Schon den Newsletter der SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg abonniert? Wenn nicht, dann einfach E-Mail auf www.spd-landtag-bw.de/ eintragen und gut informiert sein.

Mitglied werden