„Die BA kann Krise!“

Veröffentlicht am 18.08.2020 in Pressemitteilungen

Die Corona-Pandemie hat die Weltwirtschaft hart getroffen. Die Folgen sind auch auf dem Arbeitsmarkt in der Region spürbar. Der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger hat darum zusammen mit SPD-Kreisrat Jonas Hoffmann der Agentur für Arbeit Lörrach einen Besuch abgestattet und mit deren Geschäftsführer Horst Eckert über aktuelle Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt gesprochen.

Die von der Arbeitsagentur veröffentlichten Arbeitsmarktdaten haben es in sich: Im Vergleich zum Juli 2019 sind dieses Jahr fast 3400 Menschen mehr arbeitslos. Der Agentur liegen derzeit rund 4400 Anzeigen auf Kurzarbeit vor, darin wurde für ca. 52 000 Personen vorsorglich Kurzarbeit angezeigt – gut sechsmal so viele wie zum Höhepunkt der Finanzkrise 2009. Angesichts solch alarmierender Zahlen haben sich Rainer Stickelberger und Jonas Hoffmann mit dem Leiter der Arbeitsagentur Horst Eckert zum Arbeitsgespräch getroffen.

„Die BA kann Krise“ betonte Geschäftsführer Horst Eckert im Gespräch mit den beiden Sozialdemokraten. Die Beschäftigten hätten innerhalb kürzester Zeit Außerordentliches geleistet. Im März seien nur drei Personen für Kurzarbeit zuständig gewesen, diese wurden innerhalb kürzester Zeit auf 40 Unterstützer aufgestockt. Überall sei von Anfang an eine große Solidarität wie auch eine hohe Bereitschaft zur Umstellung und Weiterbildung spürbar gewesen, berichtet Eckert weiter. So hätte man diese Umstellung schnell und kompetent bewältigen können. Auch die Zentrale in Nürnberg sei dabei eine große Unterstützung gewesen, betont Eckert weiter. Innerhalb von nur drei Wochen sei die Zahl der Home-Office-Arbeitsplätze von 3000 auf 50 000 erhöht worden.

Mittlerweile hätte sich die Lage aber wieder beruhigt, betonte Eckert. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli sei auf die üblichen saisonalen Effekte zurück zu führen. Erfahrungsgemäß entspanne sich der Arbeitsmarkt nach der Sommerpause wieder.

Stickelberger zeigte sich beeindruckt von dem hohen Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsagentur. Es sei auch ihrem Einsatz zu verdanken, dass die Folgen der Pandemie nicht dasselbe Ausmaß wie in anderen Ländern annehmen. Er drückte gleichzeitig die Hoffnung aus, dass die Unternehmen in der Region die Krise zum Anlass nähmen, bestehende Strukturen anzupassen und zu modernisieren. Gerade die Zeit der Kurzarbeit solle vorausschauend genutzt werden, empfahl Horst Eckert und wies in diesem Zusammenhang auf das vielfältige Weiterbildungsangebot der Arbeitsagentur hin.

Auch Jonas Hoffmann war von dem Engagement der Arbeitsagentur beeindruckt. Er informierte sich besonders über die verschiedenen Möglichkeiten zur Weiterbildung und deren Fördervoraussetzungen. Die Arbeitsagentur bietet im Rahmen des Qualifizierungschancengesetz attraktive Angebote zur Weiterbildung, die auch während einer Beschäftigung und Kurzarbeit genutzt werden können. Hier wünsche man sich eine stärkere Inanspruchnahme. „Kontinuierliche Weiterbildung gibt die Chance auch in schwierigen Zeiten attraktiv auf dem Arbeitsmarkt zu sein. Deswegen ist es wichtig, dass die Politik hier attraktive Angebote macht und ausreichend Geld zur Verfügung stellt. Aber die Menschen müssen diese auch nutzen,“ so Jonas Hoffmann.

 
 

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