Einzigartige Kombination aus Naturschutz und Rettungsdienst.

Veröffentlicht am 09.09.2020 in Pressemitteilungen

Die Bergwacht wird normalerweise im Schwarzwald verortet. In Istein befindet sich jedoch eine ihrer ältesten Ortsgruppen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger hat ihr gemeinsam mit dem örtlichen SPD-Vorsitzenden Armin Schweizer und Gemeinderat Karl-Friedrich Hess einen Besuch abgestattet.

Guido Strack empfing die Besucher als Vorsitzender der Isteiner Bergwacht gemeinsam mit Dominik Bachmann und Otto Ruppenstein in deren Räumlichkeiten neben dem Sportplatz. Die Ortsgruppe sei bereits 1926 als eine der Ersten überhaupt gegründet worden, berichtet er. Lange Jahre sei man nur im Naturschutz tätig gewesen bis der Rettungsdienstliche Teil dazugekommen ist. Seit rund sieben Jahren ist die Isteiner Wacht zusätzlich mit einer Schnelleinsatzgruppe im Bergwacht Rettungsdienst aktiv. Im Rahmen der Ersatzbeschaffung wurde im vergangenen Jahr auch ein neues Rettungsfahrzeug angeschafft, berichtete Strack weiter und führte die Besucher durch die Funktionen des Fahrzeuges. Dieses sei voll ausgerüstet für Einsätze im schwer zugänglichen Gelände, so auch um etwa verunglückte Gleitschirmflieger aus den Bäumen zu retten. Alle ausgebildeten Bergretter haben eine zum Rettungssanitäter vergleichbare Ausbildung in der Notfallmedizin mit der Zusatzqualifikation für das Gelände, so Strack weiter. Im Normalfall holt die Bergwacht Verletzte aus schwierigem Gelände zur Straße, wo sie dann vom Straßen gebunden Rettungsdienst übernommen würden.

Dominik Bachmann ist als Leiter des Bergrettungsdienstes für die Ausbildung und Fortbildung der Aktiven zuständig. Zwei Jahre dauert diese, dazu kommen später noch weitere Fortbildungen und Erweiterungen. Insgesamt habe die Ortsgruppe 30 Mitglieder, davon seien zehn im Rettungsdienst tätig und neun weitere würden sich darauf vorbereiten. Die übrigen elf seien als „besonders dienliche Mitglieder“ etwa im Naturschutz aktiv. Dazu käme noch ein gutes Dutzend Mitglieder zwischen 10 und 14 Jahren in der Jugendgruppe. „Bei uns hat jeder seine Aufgabe“ betont Guido Strack. Die Mitglieder kämen größtenteils aus Istein selbst, allerdings auch aus anderen Teilen des Landkreises sowie auch aus der Schweiz.

Der Naturschutzreferent Otto Ruppenstein führte die Besucher durch die Tätigkeiten der Ortsgruppe beim Naturschutz. Der Schutz und die Pflege der Orchideenwiesen am Isteiner Klotz ist dabei ein besonderes Anliegen für Ruppenstein. Zur Blütezeit führt die Bergwacht Streifendienst durch um die Besucher zu informieren und die Orchideen zu schützen. Im Herbst würden die Wiesen gemäht werden, um sie als Magerwiesen zu erhalten.

Rainer Stickelberger zeigte sich tief beeindruckt von dem Engagement der Bergwacht in Istein. Das Zusammenspiel von Naturschutz und Rettungswesen sei in dieser Form einzigartig. Gerade im ländlichen Raum würden viele Vereine über Mitgliederverlust klagen, so Stickelberger. Da sei es richtig wohltuend, einen so vitalen Verein auf Wachstumskurs zu erleben.

 
 

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