Kreisvorstand der Lehrergewerkschaft GEW bei Stickelberger

Veröffentlicht am 01.06.2017 in Pressemitteilungen

Baustelle Bildung - zu wenig Stellenwert für Ressource Bildung“

 

Ob Sanierungsstau an den Schulen, Lehrkräftemangel, Probleme bei der Umsetzung der Inklusion, Ganztagsgrundschule oder Weiterqualifizierungsmaßnahmen für Lehrkräfte – „Bildung ist auch im Kreis Lörrach eine Baustelle“, so die GEW-Kreisvorsitzende Anja Hanke. Gemeinsam mit Kreisvorstandsmitglied Birgit Kanngießer führte sie mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger und SPD-Kreisvorsitzendem Philipp Schließer das traditionelle Abgeordnetengespräch.

ine ganze Liste mit Beispielen für den Sanierungsstau an Schulen im Kreis Lörrach brachten die GEW-Frauen dem Landtagsabgeordneten mit – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier zuständigen Kommunen können das alleine nicht finanzieren. Umso unverständlicher ist Stickelberger wie Hanke, dass Ministerpräsident Kretschmann direkte Investitionshilfen des Bundes aus Furcht um die föderale Landeshoheit ablehnt. „Das ist nachvollziehbar, wenn es um Inhalte und Konzepte geht – hier geht es aber nur um Gebäude“, betont Stickelberger, der zudem ein umfassendes und systematisches Investitionsprogramm des Landes forderte.

Auch der bereits vielfach benannte Lehrkräftemangel und der damit einhergehende Unterrichtsausfall macht gerade im Kreis Lörrach nach wie vor zu schaffen, da hier zusätzlich der attraktive Arbeitsmarkt in der Schweiz Lehrkräfte abzieht. Scharf kritisierten GEW wie Stickelberger die von der Landesregierung beschlossene Streichung von über 1000 Stellen, obwohl es durch Inklusion, Ganztagsschule oder Flüchtlinge ein Mehrbedarf gebe. Das durchgängige „Zwei-Pädagogen-Konzept“ bei der Inklusion kann daher nach wie vor nicht umgesetzt werden, stellte Hanke fest. Auch die beruflichen Schulen hätten, ergänzt Kanngießer schon jetzt ein Defizit, so dass mit den Streichungen der Unterrichtsausfall im kommenden Schuljahr vorprogrammiert sei.

Wichtig ist GEW wie Stickelberger, die Hürden für Quereinsteiger zu senken satt sie zu erhöhen. Auch ist es für die GEW unverständlich, dass trotz Lehrkräftemangels nach wie vor nicht genügend Studienplät

ze insbesondere im Grund- und Sonderschulbereich zur Verfügung stehen. Für Stickelberger die Folge dessen, dass hier das Wissenschafts- und nicht das Kultusministerium zuständig ist und dort die Prioritäten anders gesetzt werden.

Für Hanke ein weiteres Indiz dafür, dass „die Ressource Bildung zu wenig Stellenwert hat“. Dem stimmte auch Schließer zu: „Gerade in Baden-Württemberg sind die Köpfe unsere wichtigste Ressource. Besonders die Sparmaßnahmen der Landesregierung beim Englisch- und Informatikunterricht sind in unserer globalisierten Welt widersinnig und wenig zukunftsgerichtet.“  

 
 

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