Landeszuschüsse und Landesfeuerwehrschule

Veröffentlicht am 15.08.2019 in Pressemitteilungen

Reichen die Landeszuschüsse für die Freiwillige Feuerwehr (FFW) in Weil am Rhein? Wie läuft die Antragstellung? Wie sind die Erfahrungen mit der neuen Landesfeuerwehrschule? Vor allem Themen mit Landesbezug interessierten den SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger bei seinem Besuch der gut aufgestellten Weiler FFW. Frank Sommerhalter, hauptamtlicher Kommandant, seine beiden Stellvertreter im Ehrenamt Markus Utke und Ulrich Weber sowie Oberbürgermeister Wolfgang Dietz informierten den Abgeordneten und SPD-Fraktionschef Johannes Foege.

Bei den 22 Fahrzeugen der FFW muss im Schnitt jedes Jahr eines neu beschafft werden, berichtete Sommerhalter. Geschuldet sei dies dem schnellen technischen Wandel, der immer schwierigeren Ersatzteilbeschaffung, aber auch dem immer umfangreicheren Aufgabenspektrum der FFW, das längst weit über die klassische Brandbekämpfung hinausgeht und daher auch weitere Gerätschaften erfordert. Während der Weiler Feuerwehrbedarfsplan der Kommune wie der FFW Planungssicherheit für die Neuanschaffung gibt, ist der Landeszuschuss mit Unsicherheiten, langen Wartezeiten, die die Stadt zwischenfinanzieren muss, und vor allem mit einem europaweitem Ausschreibungsverfahren verbunden. „Real kommt selbst hier in Grenznähe nichts raus, aber die Vorläufe sind lang, das Verfahren aufwändig und nur mit juristischem Beistand machbar“, kritisiert Dietz. „Das ist landesweit Thema, auch bei anderen Verwaltungseinheiten“, bestätigte Stickelberger. Er sagte zu, sich für niedrigere finanziellen Schwellen im kommunalen Bereich einzusetzen.

Lob gab es für die neue Landesfeuerwehrschule in Bruchsaal, die hohe Ausbildungsqualität und „eine super Infrastruktur“ (Sommerhalter) bietet. Allerdings, so bedauerte der Kommandant, reichen die Plätze bei weitem nicht aus. So warte ein Kamerad aus Ötlingen schon seit 4 Jahren auf einen Lehrgangsplatz. Die Zuweisung der Plätze erfolge seitens des Landes auf die Landkreise, diese verteilen dann weiter auf die Kommunen. Sowohl Stickelberger als auch Dietz hielten fest, dass die Kriterien für den Zuweisungsschlüssel des Landes an den Kreis transparent sein müssten. „Sowohl die Einwohnerzahl als auch die spezifischen Aufgaben der FFW vor Ort müssen berücksichtigt werden. Nicht jeder Landkreis hat wie wir auch Gefahrgut- oder Wasserunfälle“, betonte Dietz. Stickelberger sagte zu, auch diese Frage zu klären.

Beeindruckt zeigt sich Stickelberger von der hervorragenden Jugendarbeit der Weiler Wehr. Rund die Hälfte der Nachwuchskräfte bleibt bei der FFW. Diese „hohe Bindungswirkung“ (Stickelberger), ist umso wichtiger, als dass die erfahreneren Führungskräfte ab 45 Jahren immer öfter wegbrechen, weil sie, so Sommerhalter „die Belastungen aus Feuerwehr und Beruf nicht mehr verbinden können“. 

 
 

Suchen

Newsletter

Sie wollen immer informiert bleiben über Rainer Stickelbergers Arbeit in unserer Region und im Stuttgarter Landtag? Einfach den Newsletter abonieren und nichts mehr verpassen. Mit einer kurzen E-Mail an wahlkreisbuero@stickelberger.de werden Sie in den Verteiler aufgenommen und bleiben immer auf dem Laufenden.

Facebook

Mitglied werden