Schulbegleitung im Kreis nur noch nach Einzelfallprüfung

Veröffentlicht am 08.05.2020 in Pressemitteilungen

Mit den Corona-bedingten Schulschließungen wurde im Landkreis auch die Schulbegleitung eingestellt. Derzeit wird immerhin wieder jeder Einzelfall geprüft. Die Eltern und auch die ausführenden Fachdienste stellt dies jedoch vor gravierende Probleme. Betroffene Familien aus dem Kreis haben sich in ihrer Notsituation an den SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger gewandt; ebenso die Lehrergewerkschaft GEW im Kreis. „Die Unterstützung müsste in dieser Krisensituation eher erweitert, statt eingeschränkt werden“, betont Stickelberger. Er hat daher den zuständigen Minister angeschrieben.

Die Schulbegleitung ist eine Integrationshilfe für Kinder und Jugendliche in Regelschulen, die im Kontext Lernen, Verhalten, Kommunikation, medizinischer Versorgung und/oder Alltagsbewältigung individuelle Unterstützung bedürfen, so beispielsweise Autisten. Nicht in allen, aber auch in anderen Kreisen wurde diese Leistung eingestellt, erfuhr Stickelberger. Die rechtliche Bewertung, ob ein Anspruch darauf besteht, auch wenn kein Präsenzunterricht stattfindet, sei offenbar nicht eindeutig. Das Land hat daher eine landesweite Empfehlung angekündigt. Derweil hängen die Betroffenen und die Fachdienste weitgehend in der Luft.

Stickelberger hat den Minister daher aufgefordert, schnellstmöglich für Klarheit zu sorgen und die Schulbegleitung für alle Betroffenen unabhängig vom Präsenzunterricht gewährleisten. „Gerade jetzt in der Zeit des digitalen Lernens ohne Präsenzunterricht halte ich das für absolut unerlässlich“, so der Abgeordnete in seinem Schreiben an den Minister. Der aktuellen Notsituation der Betroffenen werde es in keiner Weise gerecht, wenn man argumentiere, dass die Schulbegleiter lediglich die Aufgabe hätten, die sozialen Interaktion in der Schule zu unterstützen. „Die ausführlichen Schilderungen der Eltern zeigen mir ganz im Gegenteil, dass sie gerade jetzt bei Unterrichtsformen, die außerhalb der Schule stattfinden, die Unterstützung der Schulbegleiter ganz besonders brauchen“.

Die Genehmigungen nach Einzelfall hält er - wie auch viele Eltern - für problematisch. „Da kann schnell der Eindruck entstehen, dass nur Eltern, die sich entsprechend wehren können, Leistungen erhalten, während die anderen leer ausgehen“.

Zudem, so Stickelberger, stehe damit auch die Existenz der beauftragten Fachdienste auf dem Spiel – und dies obwohl diese sogar schon Konzepte zur Unterstützung auch ohne Präsenzunterricht ausgearbeitet und in Einzelfällen erfolgreich umgesetzt hätten. Im Kreis Lörrach konnten nach Informationen der Eltern zwar vor kurzem wieder einige Schulbegleiter ihren Dienst in der Schule aufnehmen. „Dies sichert aber den Dienst längst nicht“, betont Stickelberger.

 
 

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