Stickelberger besucht Polizeirevier Lörrach

Veröffentlicht am 12.08.2020 in Pressemitteilungen

Im Mittelpunkt eines Besuchs des SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger beim Leiter des Polizeireviers Lörrach Andreas Nagy stand die Personal- und Sachausstattung sowie die Raumsituation. Thematisiert wurde auch die Coroana-Ausnahmesituation, der Anteil an Frauen und Migranten in der Polizei sowie - angesichts der Anti-Rassismus-Proteste auch in Lörrach - ein Vergleich mit der US-amerikanischen Polizei.

Begeistert zeigte sich Stickelberger bei einem Rundgang von den neuen Räumen. Auch Nagy bestätigte: „Es ist ein Quantensprung, gerade auch für den Streifendienst“. Öffentliche Dienststellen müssen ordentlich sein“, betonte Stickelberger. Bedauert wird von Nagy lediglich die mangelnde Raumreserve für Auszubildende, Praktikanten und SOKOs. Die Synergieeffekte mit der Kripo sowie der Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruch durch den neuen Standort hoben Abgeordneter wie Revierleiter hervor. Gut aufgestellt, ja „dankbar“ zeigte sich Nagy auch hinsichtlich der Ausrüstung, der Uniformen sowie der Spezialausrüstungen und Fahrzeuge. Die relativ neue Ausstattung mit Bodycams sei „hilfreich, aber in der Praxis nicht der große Wurf“, antworte er auf Nachfrage Stickelbergers. Hier wünsche er sich von der Politik eine Senkung der Hürden wie den rechtlich abgesicherten Einsatz auch bei der Strafverfolgung und in Privatwohnungen.

Die Personalausstattung - mit rund 80 Prozent des Solls – bezeichnete Nagy als „sportlich“: Umso mehr freue er sich, dass die Zahl der Neuzugänge im Streifendienst im Herbst so hoch wie schon lange nicht mehr sein werde.

„Corona war eine Herausforderung und hat die Polizeiarbeit umgekrempelt“, betonte Nagy. So stieg die Bedeutung der Polizeipräsenz – auch in Zivil - vor allem tagsüber; die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung lobte Nagy ausdrücklich. Allein die optische Wirkung der Polizeipräsenz dürfe nicht unterschätzt werden, befand auch Stickelberger.  Bei der Nutzung der telefonischen und Online-Kontaktmöglichkeiten sieht Nagy „deutliches Entwicklungspotential“.

Während der Frauenanteil im Lörracher Revier im Streifendienst fast die Hälfte ausmacht, ist der Anteil an Polizisten mit Migrationshintergrund noch steigerbar. Klar entgegen stellte sich Nagy Rassismus-Vorwürfen. „Unsere Polizei ist absolut nicht vergleichbar mit der US-amerikanischen.“ Während die Ausbildung dort nur drei Monate gehe, im Schnellverfahren sogar nur vier bis sechs Wochen, und dabei hautsächlich an der Waffe ausgebildet werde, werden unsere Polizisten zweieinhalb Jahre ausgebildet, davon ein Jahr in der Revierpraxis, häufig schließt sich noch ein Fachstudium an. Nicht jeder werde übernommen, denn die „körperliche und auch psychische Belastung hält nicht jeder aus“. Am meisten schmerzt Nagy daher die zunehmend fehlende Wertschätzung und der Respekt vor der Polizeiarbeit. Dem konnte Stickelberger nur zustimmen.

 
 

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