Stickelberger fordert Sofortprogramm für Schülernachhilfe

Veröffentlicht am 08.04.2020 in Pressemitteilungen

Die derzeitigen Schulschließungen verschärfen die ohnehin schon bestehenden sozialen Unterschiede und benachteiligen Schülerinnen und Schülern aus schwierigen Familiensituationen oder wirtschaftlich schwächeren Haushalten zusätzlich. Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger sieht diese Gefahr und fordert daher ein Soforthilfeprogramm des Landes, um die Betroffenen gezielt zu fördern.

Die derzeitige bildungspolitische Debatte thematisiert dieses Problem auf allen Ebenen. So hatte aktuell auch die GEW-Kreisvorsitzende Anja Hanke auf diese Gefahr hingewiesen. „Ihren Ausführungen kann ich mich nur anschließen“, betont Stickelberger. „Nicht jeder Schüler hat Zugang zu Laptop oder PC; nicht jeder hat Eltern, die sowohl inhaltlich als auch bei der Selbstorganisation der Schülerinnen und Schüler unterstützen können. Und Familien mit mehreren Kindern sind dann auch mehrfach herausgefordert.“

Stickelberger geht daher davon aus, dass zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit einem deutlichen Nachholbedarf aus der „Lernen auf Distanz“-Phase an die Schulen kommen werden. Zugleich zeigten die weiterhin zu hohen Zahlen im Unterrichtsausfall noch vor der Corona-Krise, dass nicht zu erwarten sei, dass die Schulen diesen Nachholbedarf alleine mit den bestehenden „Bordmitteln“ bewältigen könnten.

Zugleich weist der SPD-Abgeordnete darauf hin, dass es mit  kommunalen Unterstützungssystemen wie MAUS in Mannheim bereits Beispiele für eine erfolgreiche Flankierung von Schulen im Bereich Nachhilfe im Land gibt. Zudem seien aktuell viele Weiterbildungsträger nicht in der Lage, Programme für das Sommersemester aufzulegen. Entsprechend seien zahlreiche Dozentinnen und Dozenten ohne Engagement. Auf dieses Fachkräftepotential könnte im Rahmen eines Landesnachhilfeprogramms zurückgegriffen werden. Profitieren könnten aber auch die Weiterbildungsinstitutionen mit ihren Fachkräften direkt.

Stickelberger fordert daher ein landesweites Förderprogramm in Höhe von mindestens zehn Millionen Euro für allgemeinbildende Schulen, mit dem Nachhilfestunden bei kommunalen Weiterbildungsträgern, Kulturinstitutionen und Gewerkschaften für die Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen eingekauft werden können. „Die SPD-Landtagsfraktion wird einen entsprechenden Antrag an die grün-schwarze Landesregierung stellen“, betont Stickelberger.

 
 

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