„Umdenken statt Flickenschusterei in der Unterrichtsversorgung“

Veröffentlicht am 06.02.2019 in Pressemitteilungen

Angesichts der neuen Studie der Lehrergewerkschaft GEW fordert der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger ein Umdenken bei der Unterrichtsversorgung. „Baden-Württemberg benötigt so schnell wie möglich einen Stufenplan mit klaren Meilensteinen für eine bessere Ausstattung der Schulen mit Lehrkräften. Das zeigen gerade auch die Zahlen zum Unterrichtsausfall aus dem Landkreis, die bei den meisten Schulformen sogar noch über dem Landesdurchschnitt liegen“.

Am Ende müssen darin, so Stickelberger, auch ambitionierte Ziele stehen wie ein Versorgungsgrad der Schulen von 106 Prozent oder die flächendeckende Umsetzung des Zwei-Pädagogen-Prinzips in der Inklusion. Es reiche nicht aus, einfach nur mehr schlecht als recht den Status quo weiter zu sichern, wie die grün-schwarze Landesregierung dies tue. „Diese Art von Mangelverwaltung ist für die Schulkollegien auf Dauer nicht tragbar“, ist sich Stickelberger mit der GEW einig.

Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann entwickele keine Vision davon, wie die Schulen der Zukunft aussehen sollen und was sie an Ressourcen brauchen, um gut arbeiten zu können. So installiert sie mit dem sogenannten Qualitätskonzept einen aufgeblähten Verwaltungsapparat, will mehr Schulvergleichstests und zentrale Kontrolle. „Viel wichtiger wäre aber die Antwort auf die Frage, wie sie die gesammelten Daten nutzt, um die Schulen zu stärken und das Förderangebot für Schülerinnen und Schüler zu verbessern“, kritisiert Stickelberger.

Die neue GEW-Studie zum Lehrkräftebedarf untermauert, so der SPD-Abgeordnete, die Forderungen der SPD zur Rücknahme der Streichung von über 1.000 Lehrerstellen, die Aufstockung der Krankheitsreserve um mindestens 20 Prozent auf 2.000 Lehrkräfte und die Erhöhung des Entlastungskontingents. Entwickelt werden müssten auch modulare Qualifizierungsangebote, um multiprofessionelle Teams an den Schulen aufzubauen. Erneut verweist Stickelberger auch auf die sogenannten „Nichterfüller“. Für sie müssten regionale Förderstrukturen aufgebaut werden, um ihnen neue berufliche Perspektiven zu eröffnen.

 
 

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