Wohnraummangel und was die Politik dagegen tun kann

Veröffentlicht am 17.06.2019 in Pressemitteilungen

Wohnungsnot, Landesbauordnung, Wohnbauförderung insbesondere für Alleinerziehende und Obdachlose – die politischen Rahmenbedingungen des Wohnungsbaus und Problematiken der aktuellen Förderpraxis bestimmten das Gespräch des SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger mit Wohnbau-Geschäftsführer Thomas Nostadt und Stadtbau-Prokuristin Isolde Britz. Auch das neue Projekt der Wohnbau „Soziales Wohnen“ in der Schlichtergasse zwischen Hauingen und Brombach wurde dem Abgeordneten vorgestellt.

Nostadt nutze den Besuch des Abgeordneten, um die aus Sicht der Wohnungswirtschaft unbefriedigenden politischen Rahmenbedingungen für Wohnungsbau darzulegen:  zusammengestrichene Förderprogramme, verschlechterte Abschreibungsbedingungen sowie verschärfte Standards, die Wohnungsbau noch teurer machen. Er forderte, „das Problem des mangelnden Wohnraums schnellstens parteiübergreifend zu lösen“. In der letzten Wohnungskrise in den 90er Jahren sei dies auch gelungen.

Bei Stickelberger stieß er damit auf offene Ohren. „Angesichts 140.000 fehlenden Wohnungen in Baden-Württemberg brauchen wir dringend eine echte Wohnraumoffensive“. Die neue Landesbauordnung liefert, waren sich Abgeordneter und Wohnbauchef einig, jedoch leider keinen nennenswerten Beitrag zur Problemlösung.

Umso begeisterter zeigte sich Stickelberger vom neuen Projekt der Wohnbau „Soziales Wohnen“ in der Schlichtergasse. Hier sollen drei Gebäude saniert und aufgewertet und durch Abriss und Nachverdichtung zusätzliche Wohnungen für kleine Einkommen sowie Obdachlose geschaffen werden. „Wir wollen hohe Qualität auf sehr kleiner Wohnfläche für Menschen, die auf dem freien Markt geringe Chancen haben“, machte Britz deutlich. Ein besonderes Anliegen ist Britz hier auch die Schaffung von Wohnraum für die wachsende Gruppe der Alleinerziehenden. Hier gehe jedoch die Mietwohnraumförderung des Landes an der Realität vorbei, da diese sich immer noch am klassischen Familienmodell orientiert. Dadurch ist es fast unmöglich, Wohnungsgrundrisse zu realisieren, die sowohl Kindern als auch den Alleinerziehenden einen eigenen Raum mit Privatsphäre zugestehen. Stickelberger will sich daher an das Wirtschaftsministerium wenden und eine Änderung der Fördervoraussetzungen fordern. Da auch die Landesförderung für Wohnraum für Obdachlose hakt, wird Stickelberger auch dies Problematik in Stuttgart aufgreifen.

 
 

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